Fremdgehen – Change


Na gut: Manchmal bin ich in meinem Leben schon fremd gegangen. Mondsee. Ausseer See. Neusiedler See.  Natürlich ans Meer. Viele Meere privat und als Reise-Journalist. Rund um die Welt. Aber trotzdem dem Attersee im Geiste immer treu geblieben.

Am Wochenende gehe ich wieder fremd. Grundlsee.

„Playing for Change“ spielt. Seit vielen Jahren bin ich ein Fan von denen. Nicht nur, dass die gut spielen. Da geht es auch um Botschaften. „Change“!

Wahnsinn, dass es dem Veranstalter gelungen ist, die nach Österreich, ins Salzkammergut zu bringen! Danke! Eine Band, die weltweit riesen Stadien füllt. Oder: Die weltweit musiziert. Was noch besser ist.

Weil es gerade um die nicht vorhandene Flüchtlings-Politik in Österreich geht. Hier eine typische „Playing for Change“-Aktion

Seid am 1. August dabei! Hier gibt es Infos und Videos.

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Alle Wetter!

Die Geschichte, die vor einiger Zeit weltweit die Medien-Konsumenten zum Lachen verhalf, schien glaubhaft: Viele Aktenkoffer-Träger der New Yorker Wallstreet  würden schon beim Ausgang aus ihren klimatisierten Büro-Gebäuden die Schirme aufspannen, weil irgendeine Wetter-App am Smartphone vortäuschte, dass es draußen regnet. Es schien aber die Sonne.

Soweit zum Realtitätssinn jener Burschis, die mit „Daumen rauf“ und „Daumen runter“ Firmen und ganze Länder ruinieren können – und dann noch stolz darauf sind.

Am Attersee und im Salzkammergut lösen wir das anders. Mit sensationellen Webcams!

Zum Beispiel mit jener am Schafberg, die nach einem Blitzeinschlag endlich wieder in Betrieb ist: Die findet man hier.

Stolz sind wir hier auch auf die neue Webcam im Attergau.

Meine Lieblings-Webcam ist übrigens jene: Auf die schau‘ ich rüber. Und wenn ich am Balkon sitze und wissen will, wie „hinter mir“ das Licht am Höllengebirge ist (Alpenglühen, Regenbogen & Co) kann ich entweder die Webcam anklicken oder auch vor die Tür auf der Rückseite des Hauses gehen. Letzteres empfiehlt sich. Schon aus den üblichen „Wau-ist-das-schööön-Gründen“.

Trotzdem zurück nach New York. Zu den Narrischen, die bei Sonnenschein mit Regenschirm aus dem Haus gehen.

Legt einmal fünf  Smartphones  auf den Tisch. Gebt einen Ort am Attersee ein. Ihr werdet drei bis fünf unterschiedliche Wettervorhersagen für das Wochenende finden.

Ein Blick: Viele Sonnen-Symbole. Oder auch Regen-Symbol z.B. am Samstag. Schit! Also kein Attersee-Tag! Schaut man genauer, dann steht aber: „Regen ab 22:00 Uhr möglich“. Nur das Wettersymbol …. täuscht einfach…

Schaut einfach auf die Seite der „Zentralanstalt für Metereologie“ Die sind sehr genau. Oder ruft bei den Tourismus-Büros rund um den Attersee an.

Viel Spaß!

 

 

 

 

 

Das Mühlenfest war diesmal doppelt gut

Es ist sicher das gemütlichste Festl, das es rund um den Attersee gibt: Das Mühlenfest in Kaisigen. Vor einigen Jahren gab es ein Unwetter. Der Steinbach überflutete am Nachmittag das Gelände – aber wenige Stunden später wurde gefeiert.

Jetzt, am Samstag war es anders. Das Wetter hält! Sicher! Bis strömender Regen einsetzte. Fast zeitgleich mit dem geplanten Beginn. Abgesagt!

Trotzdem kamen wetterfeste Festgäste. In der Sölln wurde das Feuer angezündet. Durchnässte Wanderer wärmten sich auf.

Je später der Abend, desto mehr Einheimische – bis zu 50 an der Zahl – zeigten Solidarität mit den Organisatoren des vergeblich abgesagten Festes, das einfach „wiederbelebt“ wurde. Regen. Regen. Regen. Freude. Lachen. Prost!

Na gut. Irgendwie soll ja doch richtig gefeiert werden. Also Frühschoppen am Sonntag. Mundpropaganda. Lautsprecher-Durchsagen vom fahrenden Auto (= „Twitter am Land“).

Strahlend sonniger Sonntag Vormittag. Früh shoppten rund  200 Leute Grill-Kotelett, Bratwürstel, Kuchen, Bier und Cola. Und „D’Schobastoana“ spielten auf.

Da kannst einfach nur „attersee>lig< sein, weil’s sooooo scheeeen is!

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Stundenlang unterwegs

Sehr liebe Freunde, die auch zu diesem Blog geraten haben, hatten die geniale Idee, ich solle mich auf mein Mountain-Bike werfen, alle paar Tage den Attersee umradeln – und quasi Live-Berichte veröffentlichen.

Hab ich ein Glück, dass ich dieses Rad erst kürzlich meinem Sohn geschenkt habe. Damit schien diese absolut schweiß-treibende Idee vorerst vom Tisch. Besser: Vom Telefonat.

Als Leser meines Blogs erinnerten sie sich, dass ich über diese wunderbaren E-Bikes geschrieben hatte, die man günstig rund um den Attersee mieten kann. Also sollte ich doch…

Jo Himmel-fix! Was glauben die denn? I bin oft stundenlang unterwegs! I schau, red‘! Auch derzeit grad ohne Hund (und bald wieder mit so einem Welpen). Die wissen des aber aus der Entfernung nur net so ganz richtig!

Oiso: Da geh ich aus der Gartentür raus und muss schon mit der Susanne über den aktuellen Zustand der angepflanzten Tomaten und Gurken reden. Das ist wirklich wichtig!

Franz 1 kommt… jaja. Die eine Holztram vom Balkon, die sollt ma… und das Festl… Es geht weiter: Franz 2. Naja. A Bisserl muss man Plaudern. Kinder. Enkerl.  Nachbarschaft. Hurtigen Schritts geht es vorbei bei Franz 3. Uuuuuund Stopp! Über Autos reden wir gerne. Über Lancia, die neuen Alfa Romeos. Da die neuesten Alfa-Modelle erst bis zum Jahr 2019 geplant sind, kann man solch ein Gespräch nicht nach wenigen Minuten beenden. Ist doch klar, oder???

Sehr verspätet, aber doch kommt der Zeitungsfahrer. Unverkennbar aus dem tiefsten Afrika – aber am oberösterreichischen Dialekt kann sich sogar der Landeshauptmann noch was abschauen. Besser: abhören. Und das strahlende Lachen des Zeitungskolporteurs ist herzlicher und ehrlicher, als jenes vieler Politiker. Sein Auto hatte gestreikt. Deswegen heute später. No problem! Aber reden muss man drüber! Klar!

Außerdem sieht man bergauf schon Peter. Den darf man doch nicht enttäuschen! Er wartet darauf, wann endlich der Welp bei uns einziehen wird. Also muss man inne halten und alles bereden.

Touristen wandern vorbei. Denen muss man ein „Griaß Eich“ entgegen bringen. Und schon kommt man ins Gespräch. Dauert nicht lange. Naja. Länger als ein Gespräch in der U-Bahn in Wien, sofern man dort überhaupt mit wem ins Gespräch kommen kann. Man will ja wissen, woher die Leute kommen. Ob es Ihnen hier bei uns in Kaisigen gefällt. Und so halt. Das dauert. Man ist ja gastfreundlich. Wirklich! Alles positiv bisher!

Jetzt wird’s Zeit, zurück zu gehen! Aber im Hof bei uns höre ich Leute am Hausbankerl lachen. Ganz kommunikativ grüßt man. Die neuen Sommergäste freuen sich. Franz 4 (eigentlich ist er generationsmäßig die Nummer 1a der Franzen hier). Man fragt, woher, wieso…  Man hört, wie schön es hier wäre… das mit dem üblichen Zirben- oder Birnen-Schnapserl hat man überhört… man prostet zu, ist per Du….

Nach etwa 3 Stunden ist meine Wanderung zu Ende. Immerhin habe ich heute schon 600 Meter geschafft!

So! Und jetzt? Jetzt soll ich weitere 42km mit einem geliehenen Rad fahren? Dabei bin ich mit den Neuigkeiten im engsten Umkreis bei uns in Kaisigen noch gar nicht fertig!

(Naja. Diese  komisch modernen Smartphones auch mit E-Mail-Funktion… ich gebe zu. Bin leider immer beruflich erreichbar…und alles passiert auch nicht so an einem Tag ….aber so ähnlich…und stets „attersee<lig>“ isses. Schön!)

 

 

 

 

 

 

Griaß Di, Wien!

Ist schon etwas her, als ich direkt ins Zentrum der großen Stadt fuhr. Nahe der Wiener Universität fand ich einen Parkplatz, stieg aus dem Auto aus – sah Menschen.

Fröhlich rief ich: „Griaß Eich!“

Uuuups! Imaginäre Knoblauch-Kränze wurden in die Höh‘ gehalten. In den Handtaschen und Aktenkoffern wurde überdies offenbar nach kleinen Holzkreuzen gesucht, die sie mir – „Weiche! Oh weiche!“ –  entgegen halten wollten.

Man muss Fehler einfach zugeben können. Ja, ich hätte nicht fröhlich grüßen dürfen. Wo kämen wir in der Stadt hin, wenn dies jeder machte? Grüßen?

Man stelle sich die schier interplanetarische Klangwolke vor: „Seavas! Griaß Di! Hallo! Guten Tag! Schönen Guten Morgen! Mahlzeit! Grüß Gott!“ Millionenfach!

Das ganze Leben würde zum Erliegen kommen! Die Gratis-Zeitungen in den Öffis würden liegen bleiben. Die Internet-Provider hätten irre finanzielle Einbußen, weil Hundert-Tausende mit ihren Kopfhörer-Stöpseln nicht mehr auf ihr Wisch-und-Weg-Smartphone glotzen, sondern erhobenen Hauptes anderen Menschen in die Augen schauen würden… und lachend grüßen…. Welch schrecklich Gedanke!

Zurück. Zu Hause. „Griaß Di! Wia geht’s da denn?“

Jetzt wieder gut. Jetzt bin i wieder „attersee>lig<“

 

Baumhaus. Das Baumhaus!

Ja, es gibt sie noch. Die Kinder, die sich sowas wünschen und die Väter, die ihrer architektonischen Fantasie freien Lauf lassen.

Jedenfalls freu‘ ich mich, wenn es in dem nachbarschaftlichen (noch nicht fertigen) Baumhaus bald „attersee>lig<es“ Kinder-Lachen geben wird. Habt Spaß!

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Weisse Streifen

Den vergangenen Samstag habe ich in meinem Kalender mit einem roten – positiven – Hakerl eingetragen.

Warum? Erstmals seit Jahren stand am sogenannten Behinderten-Parkplatz vor dem Supermarkt wirklich wer mit einer Karte, die die Fahrzeugbesitzerin berechtigte, dort zu stehen. Dort zwischen den zwei weißen am Boden aufgemalten Linien mit dem runden blauen Zeichen des Symbols eines Rollstuhlfahrers.

Na gut. Bisher sind ja offenbar sowieso nur jene auf diesem besonderen Parkplatz gestanden, weil sie sonst nicht parken konnten, keinen Platz bekamen.

Deswegen bitte: Diese weißen Linien (ob Supermarkt, Strandbad & Co) zeigen an, dass man zwischen den Linien parken soll – nicht die Linien zwischen den Rädern. Auch nicht quer. Und sicher nicht am eingangsnahen Parkplatz mit dem blauen Zeichen. Ist das OK? Bitte!